Auch wenn ich nicht darüber gebloggt habe: gebastelt, gestaltet und gewerkelt habe ich weiter viel. Es sind einige kreative Dinge entstanden, aber vielleicht weniger solche, die sich dafür eignen, hier in eigenen Beiträgen gezeigt zu werden. Deswegen fasse ich das ganze kurz zusammen.
Die Weihnachtszeit verging vor allem durch den spontanen bevorstehenden Ortswechsel mal wieder wie ein Elektronenflug im Teilchenbeschleuniger und in den Genuss selbst gemachter Geschenke kamen, abgesehen von Plätzchen und kleinen Zeichnungen, nur meine Oma, mein Vater und mein Bruder. Letzterer dafür gleich dreifach im Laufe des Herbst/Winters: aus biozertifizierter Wolle („Kontrolliert biologische Tierhaltung“) habe ich ihm (mal wieder) drei Paar Socken gestrickt. Von den letzten - einfarbig rot - ist gar kein Bild entstanden, so schnell wurden sie getragen. Zur Sache mit der Wolle habe ich mir einige Gedanken gemacht, möchte an dieser Stelle aber gerne anderen das Wort überlassen und verweise auf einen, wie ich finde sorgfältig ausgearbeiteten Artikel, der einen guten Überblick bietet und größtenteils aktuell sein sollte.
Die Häkelliebe ist nach wie vor groß. Für meinen Vater habe ich, inspiriert durch die anthroposophische Kindergartenausstattung, ein Schneckenband gehäkelt. Auch davon ist bislang leider kein Foto entstanden. Dafür aber von den Untersetzern, die ich für meine Oma gehäkelt habe. Zur Stabilisierung sind sie auf Filz aufgenäht. Was mir nach wie vor am besten gefällt und am meisten Spaß macht, ist Tapestry Crochet. Die Hülle für das neue Smartphone ist mir fast wichtiger als das Smartphone an sich. Eine weitere ist leider ein kleines bisschen zu schmal geworden und wird von den Familienmitgliedern mit Telefonen passender Größe verschmäht. Sie dient mir daher als Brillenetui.
Ansonsten sehe ich das Gestalten der Zimmer, in denen ich untergekommen bin, als kreativen Prozess, der mir sowohl in Berlin, als auch in der Kölner WG sehr gut getan hat bzw. tut. Die Postkartensammlung, die im letzten Beitrag zu erkennen ist, passend anzuordnen, Bilder aufzuhängen, Pflanzen (nur Kakteen, für alles weitere sind meine Daumen nicht grün genug) und Kerzen aufzustellen, das Zimmer sauber und ordentlich zu halten… All das trägt momentan zu meinem Wohlbefinden bei. Und so musste es heute nach Feierabend sogar noch eine Radtour zum Baumarkt sein, um Holzleisten zu besorgen, die nur darauf warten dieses Wochenende zugesägt und abgeschliffen zu werden, damit zwei weitere Bilder nach einem eigens ausgetüftelten Prinzip ihren Platz an der Wand finden können. Eine willkommene Abwechslung vom neuen, ungewohnten Büroalltag.
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Freitag, 1. April 2016
Freitag, 16. Januar 2015
Geschwisterbeziehungen
sind oft mit die längsten Beziehungen des Lebens. Sie können nicht beendet werden und wirken unterschwellig auch in Phasen, in denen wenig oder kein Kontakt besteht fort, sagen Entwicklungspsychologen und Familienforscher. Geschwisterbeziehungen sind komplex und vielfältig, aber eine gemeinsame Kindheit bleibt als lebenslanges Band erhalten.
Ich bin wirklich froh darüber einen großen Bruder zu haben. Auch wenn (oder gerade weil) wir in vielen Dingen vollkommen unterschiedlich ticken, ergänzen wir uns finde ich sehr gut. Seine Art ist manchmal anstrengend (aber das ist meine mit Sicherheit mindestens genauso!) und er neigt familienintern nicht selten dazu eine gehörige Portion Egoismus an den Tag zu legen (wofür ich ihn manchmal auch ziemlich beneide), aber es ist immer schön ihn zu besuchen oder von ihm besucht zu werden, Zeit miteinander zu verbringen und manchmal auch irgendwie von ihm betreut und beschützt zu werden. Denn dafür sind große Brüder doch da, oder?
Worüber ich mich außerdem sehr freue ist, dass mein Bruder scheinbar Fan selbstgestrickter Socken ist :-) Ein weiteres Paar fertig gestellt und nach München geschickt,verlinke ich diesen Beitrag beim Freutag und beim Selbermacherfreitag.
Als nächstes bin ich selbst wieder an der Reihe, betreibe mal wieder Resteverwertung, kombiniere munter einigermaßen passende Sockenwolle, übe noch ein wenig das mit dem Flechtmuster und stricke mir ein paar Yogasocken. Ein weiterer Link geht also zu Auf den Nadeln im Januar.
Ich bin wirklich froh darüber einen großen Bruder zu haben. Auch wenn (oder gerade weil) wir in vielen Dingen vollkommen unterschiedlich ticken, ergänzen wir uns finde ich sehr gut. Seine Art ist manchmal anstrengend (aber das ist meine mit Sicherheit mindestens genauso!) und er neigt familienintern nicht selten dazu eine gehörige Portion Egoismus an den Tag zu legen (wofür ich ihn manchmal auch ziemlich beneide), aber es ist immer schön ihn zu besuchen oder von ihm besucht zu werden, Zeit miteinander zu verbringen und manchmal auch irgendwie von ihm betreut und beschützt zu werden. Denn dafür sind große Brüder doch da, oder?
Worüber ich mich außerdem sehr freue ist, dass mein Bruder scheinbar Fan selbstgestrickter Socken ist :-) Ein weiteres Paar fertig gestellt und nach München geschickt,verlinke ich diesen Beitrag beim Freutag und beim Selbermacherfreitag.
Als nächstes bin ich selbst wieder an der Reihe, betreibe mal wieder Resteverwertung, kombiniere munter einigermaßen passende Sockenwolle, übe noch ein wenig das mit dem Flechtmuster und stricke mir ein paar Yogasocken. Ein weiterer Link geht also zu Auf den Nadeln im Januar.
Freitag, 9. Januar 2015
Stulpen mit Zopfmuster - In Verflechtungen Verstrickt
oder auch Planlos 2.0 wären wohl passende Titel für diesen Beitrag. Eine ganze Weile ist vergangen, seitdem ich das letzte Mal gebloggt habe und ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt wieder Worte zu finden. Schon seit Tagen habe ich den Wunsch wieder einen Beitrag zu verfassen, etwas zu schreiben über Weihnachten und den Jahreswechsel, insbesondere in den Momenten, in denen ich die vielen anderen Beiträge von Blogger(innen), bei denen ich regelmäßig vorbeischaue gelesen habe. Doch seit Weihnachten komme ich irgendwie so gar nicht mehr richtig in irgendeine auch nur halbwegs gerade Bahn (gibt es das - „halbwegs gerade“ ?). In der Adventszeit war Weihnachten eine Art Fixpunkt - ein Ereignis, das mit festen Termin und mit Sicherheit in der Zukunft auf mich gewartet hat. Der Advent war geprägt von Vorbereitungen auf Weihnachten, sowohl durch ganz konkrete Handlungen und Pläne als auch mental bzw. psychisch. Und entsprechend der Wortbedeutung von Advent, Ankunft, kam Weihnachten. Ging aber auch wieder vorbei.
Es waren anstrengende, aber auch schöne Tage. Ich habe das Gefühl erklären zu wollen, wie ich Weihnachten erlebt habe, aber es in Worte zu fassen fällt mir schwer. Und überhaupt, wer will das am 09. Januar überhaupt noch lesen? Mir kommt es vielmehr so vor, als sei die Welt schon wieder voller Elan ins neue Jahr gestartet, als läge Weihnachten für die meisten schon wieder ewig und drei Tage zurück…
Ich bin irgendwie „zwischen den Jahren“ hängen geblieben. Mir fehlt eine neue Aussicht, Klarheit über Dinge die kommen werden, Ziele, auf die es sich hinzuarbeiten lohnt, Zukunftspläne. Das ist sehr belastend und kein besonders angenehmes Gefühl. Aber als es sich Weihnachten anbahnte und je näher Silvester kam immer intensiver wurde, hat es mir auch zu einer Entscheidung verholfen. Ich möchte meiner Essstörung und allem was damit verbunden ist so bald wie möglich auf eine entschiedenere Art und Weise den Kampf ansagen, als bisher. Ich möchte meine Abschlussarbeit fertig schreiben und es dann mit einer stationären Behandlung versuchen.
Es fühlt sich komisch an, das hier zu schreiben, wo ich mir noch gar nicht so richtig vorstellen kann, wer und auch wie viele Menschen meine Beiträge hier lesen. Andererseits erscheint mir der Entschluss mittlerweile auch so gefestigt, dass ich ihn nach außen hin kommunizieren möchte. Es ist ein folgenschwerer, aber ich habe damit wieder einen Plan fürs neue Jahr. Vielleicht, weil vieles, ja sogar sehr vieles andere in meinem Zustand schlichtweg nicht mehr realisierbar ist, vielleicht als einzige verbleibende Alternative getroffen, aber zumindest getroffen. Aus der Predigt des Weihnachtsgottesdienstes ist mir unter anderem ein Satz in Erinnerung geblieben: „Du kannst nur so tief fallen, wie in Seine Hände.“ Ich glaube in diesem Moment wurde es mir wirklich bewusst: Ich bin so tief gefallen. Zunächst ein furchtbarer Gedanke, oder? Aber dann kam in mir Hoffnung auf. Ich werde noch immer gehalten. Es gibt ein Netz, dass mich immer wieder aufgefangen hat und ich bin unheimlich dankbar dafür, aber es wird auch Zeit, mich daraus zu befreien. Ich habe sehr große Angst vor dem Schritt in eine Klinik zu gehen, Angst vor allem davor, dass es mir nicht helfen wird. Aber ich habe auch den Wunsch herauszufinden, ob es hilft und noch viel mehr die große Hoffnung, dass es das tun wird.
Der Gedanke danach etwas völlig Neues beginnen zu können, geht jedoch mit dem Gedanken einher alles „Alte“ vorher beendet zu haben. So auch die Abschlussarbeit. Und vielleicht weil auch diese und der Nebenjob den ich ausübe mit Schreiben verbunden sind, fehlt mir momentan ein wenig die Zeit, die Energie und die Konzentration Blogartikel zu verfassen, obwohl ich noch einiges habe, was ich gerne schreiben und zeigen würde. Zu allererst diese Stulpen, die ich kurz nach Weihnachten gestrickt habe, nachdem mir meine Cousine am zweiten Feiertag erklärt hat, wie das mit dem Zopfmuster geht (vielen Dank noch mal für die tolle Erklärung!). Beim nächsten Paar würde ich wohl eher auf eine Wolle ohne Farbverlauf zurückgreifen, damit das Muster nicht so sehr untergeht, aber ansonsten bin ich recht zufrieden :-) Und wer bis hierhin durchgehalten hat, kommt nun auch in den Genuss einen Blick darauf zu werfen:
Verlinken möchte ich diesen Beitrag bei Was Eigenes zum Thema der ersten Schreibzeit 2015. Für den RUMS von gestern an dem ich ihn eigentlich schon fertig haben wollte, bin ich leider zu spät, aber ich nehme mir mal fest vor, nächsten Donnerstag mit einem für mich sehr besonderen Projekt wieder dabei zu sein! Ich freue mich über jeden, der vorbeischaut :-)
Es waren anstrengende, aber auch schöne Tage. Ich habe das Gefühl erklären zu wollen, wie ich Weihnachten erlebt habe, aber es in Worte zu fassen fällt mir schwer. Und überhaupt, wer will das am 09. Januar überhaupt noch lesen? Mir kommt es vielmehr so vor, als sei die Welt schon wieder voller Elan ins neue Jahr gestartet, als läge Weihnachten für die meisten schon wieder ewig und drei Tage zurück…
Ich bin irgendwie „zwischen den Jahren“ hängen geblieben. Mir fehlt eine neue Aussicht, Klarheit über Dinge die kommen werden, Ziele, auf die es sich hinzuarbeiten lohnt, Zukunftspläne. Das ist sehr belastend und kein besonders angenehmes Gefühl. Aber als es sich Weihnachten anbahnte und je näher Silvester kam immer intensiver wurde, hat es mir auch zu einer Entscheidung verholfen. Ich möchte meiner Essstörung und allem was damit verbunden ist so bald wie möglich auf eine entschiedenere Art und Weise den Kampf ansagen, als bisher. Ich möchte meine Abschlussarbeit fertig schreiben und es dann mit einer stationären Behandlung versuchen.
Es fühlt sich komisch an, das hier zu schreiben, wo ich mir noch gar nicht so richtig vorstellen kann, wer und auch wie viele Menschen meine Beiträge hier lesen. Andererseits erscheint mir der Entschluss mittlerweile auch so gefestigt, dass ich ihn nach außen hin kommunizieren möchte. Es ist ein folgenschwerer, aber ich habe damit wieder einen Plan fürs neue Jahr. Vielleicht, weil vieles, ja sogar sehr vieles andere in meinem Zustand schlichtweg nicht mehr realisierbar ist, vielleicht als einzige verbleibende Alternative getroffen, aber zumindest getroffen. Aus der Predigt des Weihnachtsgottesdienstes ist mir unter anderem ein Satz in Erinnerung geblieben: „Du kannst nur so tief fallen, wie in Seine Hände.“ Ich glaube in diesem Moment wurde es mir wirklich bewusst: Ich bin so tief gefallen. Zunächst ein furchtbarer Gedanke, oder? Aber dann kam in mir Hoffnung auf. Ich werde noch immer gehalten. Es gibt ein Netz, dass mich immer wieder aufgefangen hat und ich bin unheimlich dankbar dafür, aber es wird auch Zeit, mich daraus zu befreien. Ich habe sehr große Angst vor dem Schritt in eine Klinik zu gehen, Angst vor allem davor, dass es mir nicht helfen wird. Aber ich habe auch den Wunsch herauszufinden, ob es hilft und noch viel mehr die große Hoffnung, dass es das tun wird.
Der Gedanke danach etwas völlig Neues beginnen zu können, geht jedoch mit dem Gedanken einher alles „Alte“ vorher beendet zu haben. So auch die Abschlussarbeit. Und vielleicht weil auch diese und der Nebenjob den ich ausübe mit Schreiben verbunden sind, fehlt mir momentan ein wenig die Zeit, die Energie und die Konzentration Blogartikel zu verfassen, obwohl ich noch einiges habe, was ich gerne schreiben und zeigen würde. Zu allererst diese Stulpen, die ich kurz nach Weihnachten gestrickt habe, nachdem mir meine Cousine am zweiten Feiertag erklärt hat, wie das mit dem Zopfmuster geht (vielen Dank noch mal für die tolle Erklärung!). Beim nächsten Paar würde ich wohl eher auf eine Wolle ohne Farbverlauf zurückgreifen, damit das Muster nicht so sehr untergeht, aber ansonsten bin ich recht zufrieden :-) Und wer bis hierhin durchgehalten hat, kommt nun auch in den Genuss einen Blick darauf zu werfen:
Verlinken möchte ich diesen Beitrag bei Was Eigenes zum Thema der ersten Schreibzeit 2015. Für den RUMS von gestern an dem ich ihn eigentlich schon fertig haben wollte, bin ich leider zu spät, aber ich nehme mir mal fest vor, nächsten Donnerstag mit einem für mich sehr besonderen Projekt wieder dabei zu sein! Ich freue mich über jeden, der vorbeischaut :-)
Samstag, 15. November 2014
Kalte Füße
Ich habe recherchiert: die Redewendung „kalte Füße bekommen“ hat ihren Ursprung im Bereich des Glücksspiels. Aufgrund von Verboten von Poker und anderen Glücksspielen, fanden sich die Spieler nicht selten in ungemütlichen Kellerräumen ein, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen. Die Kälte des Kellers benutzten Spieler mit schlechten Karten als Ausrede aus dem Spiel wegen schlechter Karten oder zur Sicherung des Gewinns auszusteigen. Sie hätten lediglich kalte Füße bekommen und müssten sich die Beine vertreten…
Ich überlege gerade, wann ich das letzte mal „kalte Füße bekommen“, einen Rückzieher gemacht, ein Vorhaben abgebrochen habe, weil mir nicht wohl bei der Sache war. Im Februar/März hätte ich die Möglichkeit gehabt, eine Volontariatsstelle anzunehmen. Ich hätte das Studium, für das ich mich eher aus der Not heraus als aus Interesse entschieden habe und mit dem ich bis heute nie richtig warm geworden bin fürs erste abbrechen können. Ich hätte eine Alternative gehabt. Und zwar eine, die mir noch einige Zeit zuvor absolut erstrebenswert erschien, nach deren Möglichkeit ich gezielt gesucht hatte. Aber als mir diese Möglichkeit plötzlich gegeben war, habe ich sie nicht ergriffen. Ich habe wohl kalte Füße bekommen.
Ich fühlte mich psychisch und physisch nicht in der Lage die Option wahrzunehmen. Heute ist mein Zustand in beiderlei Hinsicht wohl wesentlich schlechter. Und heute denke ich: wäre ich jetzt noch mal in der Situation von damals, würde ich keinen Rückzieher mehr machen. Heute kann ich nicht mehr richtig verstehen, das Gefühl gehabt zu haben, der Chance nicht gewachsen zu sein. Viel eher denke ich „da war doch vieles noch viel besser“… Wie die Lage jetzt wäre, wäre ich vor ein paar Monatenins kalte Wasser gesprungen im kalten Keller geblieben, kann ich natürlich nicht mit Gewissheit sagen. Sind diese „was wäre gewesen, wenn …“ Gedanken überhaupt sinnvoll? Vermutlich nicht, doch sie zu unterbinden, ist schwierig.
Sollte man es sich eingestehen, kalte Füße zu bekommen? Oder wäre es besser gewesen diesen Stand zu halten. Im Spiel bleiben, dabei aber auch riskieren zu verlieren? Oder nachgeben und dem Gefühl des Unbehagens seinen Freiraum lassen. Kann man den kalten Füßen eigentlich von vornherein entgegenwirken, sich mehr Mut, weniger Zweifel, mehr Waghalsigkeit antrainieren? Ich weiß es nicht und auch hierbei weiß ich nicht, ob das überhaupt sinnvoll wäre.
Bei echten kalten Füßen ist das glücklicherweise alles wesentlich einfacher! Socken stricken schafft Abhilfe und Abhilfe schaffen macht Sinn. Je kälter die Füße, desto dicker sollte die Wolle sein. Und Spaß machen tut das ganze auch noch, besonders bei fröhlichen Farbverläufen und schönen Mustern.
Das braune Paar rechts ist Ende Oktober für meinen Bruder entstanden, alles andere wärmt meine Füße. Und weil ich danach Lust auf wilde Kombination, Blockstreifen und Resteverwertung hatte und damit noch nicht ganz fertig bin, verlinke ich den Post bei „Auf den Nadeln im {November}“ und setze mich daran, die letzten Runden des linken Paares zu stricken. Ist nämlich kühl geworden hier - nicht nur im Keller!
Ich überlege gerade, wann ich das letzte mal „kalte Füße bekommen“, einen Rückzieher gemacht, ein Vorhaben abgebrochen habe, weil mir nicht wohl bei der Sache war. Im Februar/März hätte ich die Möglichkeit gehabt, eine Volontariatsstelle anzunehmen. Ich hätte das Studium, für das ich mich eher aus der Not heraus als aus Interesse entschieden habe und mit dem ich bis heute nie richtig warm geworden bin fürs erste abbrechen können. Ich hätte eine Alternative gehabt. Und zwar eine, die mir noch einige Zeit zuvor absolut erstrebenswert erschien, nach deren Möglichkeit ich gezielt gesucht hatte. Aber als mir diese Möglichkeit plötzlich gegeben war, habe ich sie nicht ergriffen. Ich habe wohl kalte Füße bekommen.
Ich fühlte mich psychisch und physisch nicht in der Lage die Option wahrzunehmen. Heute ist mein Zustand in beiderlei Hinsicht wohl wesentlich schlechter. Und heute denke ich: wäre ich jetzt noch mal in der Situation von damals, würde ich keinen Rückzieher mehr machen. Heute kann ich nicht mehr richtig verstehen, das Gefühl gehabt zu haben, der Chance nicht gewachsen zu sein. Viel eher denke ich „da war doch vieles noch viel besser“… Wie die Lage jetzt wäre, wäre ich vor ein paar Monaten
Sollte man es sich eingestehen, kalte Füße zu bekommen? Oder wäre es besser gewesen diesen Stand zu halten. Im Spiel bleiben, dabei aber auch riskieren zu verlieren? Oder nachgeben und dem Gefühl des Unbehagens seinen Freiraum lassen. Kann man den kalten Füßen eigentlich von vornherein entgegenwirken, sich mehr Mut, weniger Zweifel, mehr Waghalsigkeit antrainieren? Ich weiß es nicht und auch hierbei weiß ich nicht, ob das überhaupt sinnvoll wäre.
Bei echten kalten Füßen ist das glücklicherweise alles wesentlich einfacher! Socken stricken schafft Abhilfe und Abhilfe schaffen macht Sinn. Je kälter die Füße, desto dicker sollte die Wolle sein. Und Spaß machen tut das ganze auch noch, besonders bei fröhlichen Farbverläufen und schönen Mustern.
Das braune Paar rechts ist Ende Oktober für meinen Bruder entstanden, alles andere wärmt meine Füße. Und weil ich danach Lust auf wilde Kombination, Blockstreifen und Resteverwertung hatte und damit noch nicht ganz fertig bin, verlinke ich den Post bei „Auf den Nadeln im {November}“ und setze mich daran, die letzten Runden des linken Paares zu stricken. Ist nämlich kühl geworden hier - nicht nur im Keller!
Mittwoch, 12. November 2014
12 von 12 - Ein Tag im November
Die Beitrage zum „12 von 12“ Projekt lese ich schon seit langem sehr gerne - was gibt es Interessanteres als kleine Einblicke in den Alltag anderer Menschen? Und da ich hier wohl ohnehin bei Gelegenheit ein wenig über meine derzeitigen Tagesabläufe berichten werde, möchte ich diesen 12. November direkt nutzen selber bei „12 von 12“ mitzumachen. Hier also meine 12 Fotos des heutigen Tages.
links oben - Zu früh und zu fröstelnd aufgewacht und mit Wärmflasche noch mal ins Bett verkrochen.
rechts oben - links unten - Wegen Internetausfall an der Arbeit gehindert und beim Warten auf eine Verbindung ein wenig gehäkelt.
rechts unten - Warten aufgegeben, Kaffee gekocht, Serverzugriff über Tethering ermöglicht und mit der Arbeit angefangen.
links oben - Gerade rechtzeitig für die Verabredung mit der Großtante fertig geworden.
rechts oben - rechts unten - Getreu dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ dem Herbst getrotzt und durch Matsch und Regen spaziert.
links unten - Mit Adleraugen einen winzigen Maronenröhrling entdeckt, leider jedoch der einzige essbare Pilz heute.
links oben - rechts oben - Kaffee getrunken, Hände erwärmt und zurück zuhause den Rest des Körpers mit Curry, (gekauften) Pilzen und Salat.
links unten - rechts unten - Noch 48 Sockenmaschen angeschlagen, um mit Stricken und Yogitee ein bisschen der Abenddepression entgegenzuwirken.
Die komplette 12.November-Blogger Liste findet ihr hier.
links oben - Zu früh und zu fröstelnd aufgewacht und mit Wärmflasche noch mal ins Bett verkrochen.
rechts oben - links unten - Wegen Internetausfall an der Arbeit gehindert und beim Warten auf eine Verbindung ein wenig gehäkelt.
rechts unten - Warten aufgegeben, Kaffee gekocht, Serverzugriff über Tethering ermöglicht und mit der Arbeit angefangen.
links oben - Gerade rechtzeitig für die Verabredung mit der Großtante fertig geworden.
rechts oben - rechts unten - Getreu dem Motto „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ dem Herbst getrotzt und durch Matsch und Regen spaziert.
links unten - Mit Adleraugen einen winzigen Maronenröhrling entdeckt, leider jedoch der einzige essbare Pilz heute.
links oben - rechts oben - Kaffee getrunken, Hände erwärmt und zurück zuhause den Rest des Körpers mit Curry, (gekauften) Pilzen und Salat.
links unten - rechts unten - Noch 48 Sockenmaschen angeschlagen, um mit Stricken und Yogitee ein bisschen der Abenddepression entgegenzuwirken.
Die komplette 12.November-Blogger Liste findet ihr hier.
Dienstag, 11. November 2014
Pulswärmer und die Schönheit der Welt
„Nimm dir Zeit, die Schönheit der Welt zu betrachten“
Einer dieser Postkartensprüche der seit längerem einen festen Platz irgendwo in meinem Kopf gefunden hat. Ein Spruch, der mir wirklich sehr oft in den Sinn kommt.
Es gibt viele Momente, insbesondere jetzt, wo es draußen kälter, dunkler, nasser und ungemütlicher wird, in denen es mir schwer fällt, mich aufzuraffen die Wohnung zu verlassen. Aber nur in einer verschwindend geringen Anzahl an Fällen bereue ich es im Nachhinein und das Bewusstsein dessen verhilft glücklicherweise beachtlich zu Motivation. Ich mag und brauche die sportliche Aktivität an der frischen Luft, Rennradfahren, Joggen oder Wandern. Aber auch Spazieren zu gehen, einfach los zu laufen ohne ein Ziel oder eine Strecke, die zu absolvieren wäre. Mich überraschen zu lassen, wohin mich meine Füße tragen. Die Umgebung wahrzunehmen und den Gedanken ihren Lauf zu lassen.
In Städten und Orten betrachte ich Gärten, Häuser, ihre Türen und Fenster und frage mich, wie die Menschen wohl sind, die in ihnen wohnen. Wie sie leben, fühlen, denken. Ich mag das Gefühl, dass Menschen sich ein Zuhause geschaffen haben, sich über dieses verwirklichen, sich in ihm wohl und sicher fühlen.
Außerhalb von Städten und Orten beeindruckt mich die Kraft der Natur, in der es soviel zu entdecken gibt. Selbst in den dunkelsten Momenten überzeugt mich der Schritt vor die Haustür davon, dass die Welt schön ist und dass es etwas unfassbar Wertvolles ist, ein Teil davon zu sein.
Die Fähigkeit die Schönheit der Welt zu betrachten ist insbesondere Kindern etwas ganz Natürliches und ich finde ein jeder Mensch sollte sich darauf besinnen, sie sich sein Leben lang zu erhalten. Diese Schönheit an sich zu erhalten, dafür sollten wir ohnehin alles mögliche tun - aber das ist wohl ein ganz anderes Thema.
Die Fotos der Pulswärmer sind bei einer Wanderung vorletztes Wochenende entstanden. Es war ein Sonnentag angekündigt, aber die erste Hälfte der Strecke begleitete uns hartnäckig der für die Region zu dieser Jahreszeit typische Nebel. Aber auch dieser brachte eine auf eine ganz eigene Art und Weise schöne Stimmung mit sich und auf den beiden Bilder der grüngedüngten Felder mit Leguminosen (ich habe im Nachhinein recherchiert :D) habe ich versucht diese festzuhalten.
Bei den Pulswärmern habe ich gelernt mit einem Nadelspiel und in Runden zu stricken und ich weiß gar nicht mehr, wann genau sie entstanden sind. Mittlerweile habe ich einige weitere Paare gestrickt und diese irgendwann selber gar nicht mehr getragen. Im letzten Jahr hat sie meine Mutter dann (vor allem aufgrund des Farbverlaufes nach ihrem Geschmack) für sich entdeckt und so sind sie wieder regelmäßig im Einsatz :-)
Verlinken tue ich die Pulswärmer beim Creadienstag und inspiriere damit ja vielleicht jemanden sich passend zur Jahreszeit auch ein Paar zu stricken.
Einer dieser Postkartensprüche der seit längerem einen festen Platz irgendwo in meinem Kopf gefunden hat. Ein Spruch, der mir wirklich sehr oft in den Sinn kommt.
Es gibt viele Momente, insbesondere jetzt, wo es draußen kälter, dunkler, nasser und ungemütlicher wird, in denen es mir schwer fällt, mich aufzuraffen die Wohnung zu verlassen. Aber nur in einer verschwindend geringen Anzahl an Fällen bereue ich es im Nachhinein und das Bewusstsein dessen verhilft glücklicherweise beachtlich zu Motivation. Ich mag und brauche die sportliche Aktivität an der frischen Luft, Rennradfahren, Joggen oder Wandern. Aber auch Spazieren zu gehen, einfach los zu laufen ohne ein Ziel oder eine Strecke, die zu absolvieren wäre. Mich überraschen zu lassen, wohin mich meine Füße tragen. Die Umgebung wahrzunehmen und den Gedanken ihren Lauf zu lassen.
In Städten und Orten betrachte ich Gärten, Häuser, ihre Türen und Fenster und frage mich, wie die Menschen wohl sind, die in ihnen wohnen. Wie sie leben, fühlen, denken. Ich mag das Gefühl, dass Menschen sich ein Zuhause geschaffen haben, sich über dieses verwirklichen, sich in ihm wohl und sicher fühlen.
Außerhalb von Städten und Orten beeindruckt mich die Kraft der Natur, in der es soviel zu entdecken gibt. Selbst in den dunkelsten Momenten überzeugt mich der Schritt vor die Haustür davon, dass die Welt schön ist und dass es etwas unfassbar Wertvolles ist, ein Teil davon zu sein.
Die Fähigkeit die Schönheit der Welt zu betrachten ist insbesondere Kindern etwas ganz Natürliches und ich finde ein jeder Mensch sollte sich darauf besinnen, sie sich sein Leben lang zu erhalten. Diese Schönheit an sich zu erhalten, dafür sollten wir ohnehin alles mögliche tun - aber das ist wohl ein ganz anderes Thema.
Die Fotos der Pulswärmer sind bei einer Wanderung vorletztes Wochenende entstanden. Es war ein Sonnentag angekündigt, aber die erste Hälfte der Strecke begleitete uns hartnäckig der für die Region zu dieser Jahreszeit typische Nebel. Aber auch dieser brachte eine auf eine ganz eigene Art und Weise schöne Stimmung mit sich und auf den beiden Bilder der grüngedüngten Felder mit Leguminosen (ich habe im Nachhinein recherchiert :D) habe ich versucht diese festzuhalten.
Bei den Pulswärmern habe ich gelernt mit einem Nadelspiel und in Runden zu stricken und ich weiß gar nicht mehr, wann genau sie entstanden sind. Mittlerweile habe ich einige weitere Paare gestrickt und diese irgendwann selber gar nicht mehr getragen. Im letzten Jahr hat sie meine Mutter dann (vor allem aufgrund des Farbverlaufes nach ihrem Geschmack) für sich entdeckt und so sind sie wieder regelmäßig im Einsatz :-)
Verlinken tue ich die Pulswärmer beim Creadienstag und inspiriere damit ja vielleicht jemanden sich passend zur Jahreszeit auch ein Paar zu stricken.
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