Ca. 100 km habe ich am Osterwochenende auf dem Rad verbracht, etwa 40 weitere zu Fuß zurück gelegt. Vor etwas weniger als einem Jahr, bin ich nach einer über sechsmonatigen Zwangspause das erste mal wieder Rennrad gefahren. Mehrere Tausend Kilometer haben Renn- und Tourenrad seitdem zurückgelegt. Vom nordöstlichsten Eck Deutschlands - Usedom - bis in die südwestliche Ecke des Saarlandes - das Radfahren, die Bewegung, das Vorankommen wurden zu entscheidenden Bestandteilen meiner Entwicklung. Das Wort Genesung möchte ich nicht verwenden, und ob ich mich als „gesund“ bezeichnen würde? Ich weiß es nicht.
„Die Gesundheit des Menschen ist ein (undefinierter) Zustand des körperlichen wie geistigen Wohlbefindens und somit die Nichtbeeinträchtigung durch eine Krankheit.“ Das wichtigste Wort wird ausgeklammert: undefiniert, der Albtraum eines Mathematikers. Ein bekanntes Onlinelexikon bietet dennoch verschiedene Definitionen des Undefinierbaren an, die sich in ihrer Bedeutung mehr oder weniger überschneiden. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie schreibt: „Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den ‚Zustand der Abwesenheit von Krankheit‘ hinaus.“ Nietzsche findet mit „Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“ etwas einfachere Worte mit ähnlicher Aussage.
Was Nietzsche mit „Krankheit“ meint, bleibt offen und auch ich tue mir schwer mit dem Begriff. Versteht man Krankheit als Einschränkung von Gesundheit, so dreht sich die Definition im Kreis. Klar ist jedenfalls, dass Magersucht, Depressionen, Selbstverletzung oder Zwangshandlungen nur Symptome für etwas dahinter stehendes, etwas viel größeres sind. Ich nenne es Leben und behaupte, dass es nicht immer einfach ist. Eher im Gegenteil. Im letzten Jahr habe ich viel über mich gelernt, über Krankheit, Symptome und Ursachen. Viel wichtiger aber sind die Erkenntnisse über Ressourcen und Kraftquellen, die mich auf den Boden der Tatsachen zurückholen, wenn sich Teile von mir in Bereiche bewegen, in denen sie nichts verloren haben. Allen voran meine Familie, dicht gefolgt von Freunden und Bekannten, die zusammen ein soziales Netz bilden, dass die hohe Stabilität bewiesen hat, mich ganz unabhängig vom Körpergewicht aufzufangen. Danach folgen in meinem Fall Glaube, Kreativität und Bewegung.
Ich bin mittlerweile definitiv wieder in der Lage „meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen“, die Symptome, die mich daran gehindert haben, habe ich im Griff. Ich kann wieder Radfahren, Wandern, bin unternehmungslustig und pflege soziale Kontakte. Darüber hinaus gehe ich sogar einer geregelten Beschäftigung nach, so richtig mit festem Arbeitsplatz im Büro, einem bunt gemischten Haufen Kollegen, 40 Stunden Woche und einem monatlicher Betrag auf dem Konto, der die Bezeichnung „Lohn“ verdient und nicht „Taschengeld“ genannt wird. Die Arbeit im Kindergarten war körperlich anstrengend und forderte geistige Aufmerksamkeit. Das FSJ war eine gute Entscheidung und eine wertvolle Erfahrung und der Zeitraum von vier Monaten, die ich „durchgehalten“ habe, zu diesem Zweck vielleicht genau passend. Ich habe eine Menge wunderbare (kleine) Menschen kennen gelernt, der Abschied fiel mir am Ende wesentlich schwerer als zwischenzeitlich gedacht. Noch schwerer fiel mir der Abschied von Berlin, Freunden, Bekannten und meiner WG. Eine passende WG konnte ich nach zwei Monaten Überbrückung auch am neuen Wohnort finden. Minimalistisch, aber äußerst gemütlich habe ich mich dort eingerichtet.
„Man darf sich nicht einrichten.“ war einer der letzten Hinweise, die mir in Berlin mit auf den Weg in fremde Gefilde gegeben wurden. Gemeint war hier aber weniger die Zimmereinrichtung, als die Art der Bequemlichkeit, die es uns schwer macht, aus alten Gewohnheiten auszubrechen, die uns in unbefriedigenden Zuständen verweilen lässt und die uns als Ausrede dient, die Arbeit an uns selber nicht zu forcieren, sondern (weit) hinter Alltag und Routine anzustellen. Mit (eines) anderen Worten (in diesem Fall stammen sie von Bodo Wartke): „Man macht trotz aller Melancholie, so gut es geht im Leben eben irgendwie, zum bösen Spiel gute Miene, funktioniert wie eine Maschine, so kalt in Gestalt von alltäglicher Routine …“ Vielleicht neige ich ein wenig dazu „zu funktionieren“, aber Melancholie und (unbefriedigenden) Routinen habe ich den Kampf angesagt. Ich arbeite an mir und versuche die Situation, in der ich mich befinde, positiv zu beeinflussen. Eingerichtet habe ich mich noch lange nicht.
Es ist viel passiert in den letzten Monaten und ich habe keinen Bruchteil, sondern höchstens ein Bruchteilchen davon hier erwähnt. Für den Moment aber spare ich mir (erspare ich euch?) weitere Worte und lasse zur Ergänzung der oberen wahllos ein paar wild zusammengewürfelte Bilder sprechen. Nicht alles, was ich gerade tue, fühlt sich stimmig oder richtig an und den Baum des Lebens habe ich noch lange nicht bis in den Wipfel erklommen. Aber ich habe das Vertrauen (zurück) gewonnen, dass mein Weg im Großen und Ganzen einen Sinn ergibt und so fühlt sich die momentane Kletterei auf etwa 1/3 der Höhe gar nicht verkehrt an. Und weil ich das schon ganz anders erlebt habe, weiß ich es sehr zu schätzen. Ich habe wieder viele Pläne, Gedanken, Ideen und Ziele und wenn es die (Frei-)Zeit zulässt, möchte ich den Blog wieder nutzen, sie festzuhalten und zu teilen.
Montag, 28. März 2016
Sonntag, 30. August 2015
Weiter Machen
heißt meine derzeitige Devise. Und „machen“ ist nun tatsächlich auch wieder recht wörtlich zu nehmen. So habe ich mich entschieden mit Beginn des neuen Schuljahres ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer waldorfpädagogischen Einrichtung zu absolvieren. Endlich mal etwas tun, einer geregelten Tätigkeit nachgehen, die mir das Grundgerüst für einen wohlstrukturierten Tagesablauf liefert und mich Freizeit wieder genießen lässt. Weil Freizeit am Abend und am Wochenende ist und nicht wie teilweise während und vor allem nach dem Studium ganze Tage und Wochen von früh bis spät Freizeit sein wird, die Strukturierung meinerseits erfordert.
Auch wenn so manch einer das womöglich gar nicht recht verstehen kann - allein deswegen freue ich mich auf die neue Aufgabe, auch wenn ich von meiner gezwungenermaßen recht spontanen Wahl der Einsatzstelle noch nicht hundertprozentig überzeugt bin. Aber vielleicht kommt das ja mit der Zeit. Die letzten Tage Freih(/z)eit habe ich jedenfalls versucht gut zu nutzen und dabei einige Freiz(/h)eit investiert teils bekannte, teils unbekannte sehr schöne Orte zu entdecken. Noch einmal ein paar Tage mit Freunden und Familie die fränkische Heimat genießen, bevor es zurück in die Berliner Heimat geht - mein Grund zur Sonntagsfreude!
Die Kreativität endlich mal wieder gestalterisch ausleben, steht ganz oben auf meiner Freizeit-effektiv-nutzen-Liste (allerdings mit einer ganzen Hand voll anderen Dingen…). Bilder, die gemalt werden wollen, habe ich so einige im Kopf und auch auf Häkeln habe ich langsam wieder Lust. Und natürlich darauf, hier auch wieder kreative Werkeleien zu zeigen. Naheliegend wäre ja eine Waldorfpuppe, aber ich glaube beginnen werde ich doch eher mit einer Zeichnung und/oder einer neuen Handyhülle für das neue Smartphone, für das ich mich ja vielleicht endlich mal entscheiden würde, wenn zumindest die Hülle schonmal existent wäre :-D
Auch wenn so manch einer das womöglich gar nicht recht verstehen kann - allein deswegen freue ich mich auf die neue Aufgabe, auch wenn ich von meiner gezwungenermaßen recht spontanen Wahl der Einsatzstelle noch nicht hundertprozentig überzeugt bin. Aber vielleicht kommt das ja mit der Zeit. Die letzten Tage Freih(/z)eit habe ich jedenfalls versucht gut zu nutzen und dabei einige Freiz(/h)eit investiert teils bekannte, teils unbekannte sehr schöne Orte zu entdecken. Noch einmal ein paar Tage mit Freunden und Familie die fränkische Heimat genießen, bevor es zurück in die Berliner Heimat geht - mein Grund zur Sonntagsfreude!
Die Kreativität endlich mal wieder gestalterisch ausleben, steht ganz oben auf meiner Freizeit-effektiv-nutzen-Liste (allerdings mit einer ganzen Hand voll anderen Dingen…). Bilder, die gemalt werden wollen, habe ich so einige im Kopf und auch auf Häkeln habe ich langsam wieder Lust. Und natürlich darauf, hier auch wieder kreative Werkeleien zu zeigen. Naheliegend wäre ja eine Waldorfpuppe, aber ich glaube beginnen werde ich doch eher mit einer Zeichnung und/oder einer neuen Handyhülle für das neue Smartphone, für das ich mich ja vielleicht endlich mal entscheiden würde, wenn zumindest die Hülle schonmal existent wäre :-D
Freitag, 7. August 2015
Radwandern - Zweiter Teil
Bevor der Rest des Sommers im Zeichen von Wohnung-/Zimmersuche und jeglicher sonstiger Orientierung geprägt sein wird, habe ich noch einmal die Satteltaschen gepackt und bin losgeradelt. Dieses Mal von Berlin aus an die Ostsee, nach Usedom. Wie die letzte Tour habe ich alle drei Tage auf dem Rad sehr genossen, die Anstrengung gibt mir ein Gefühl von Zufriedenheit, das Reisetempo ist für mich ideal um Umgebung wahrzunehmen, zu entdecken, hier und da zu grübeln und in wieder anderen Momenten den Kopf völlig frei zu bekommen. Dieses Mal war ich, mehr als bei der letzten Tour, von der Freundlichkeit der Menschen begeistert, die mir begegnet sind, andere Radfahrer, die Vermieter meiner Unterkünfte, Wanderer, Einheimische, ... Nur die vielen vielen Touristen, die auf der Bundesstraße nach Usedom in einer gefühlt ununterbrochenen Autoschlange entlang rasen - wohl ohne es erwarten zu können endlich am Urlaubsort anzukommen und dabei scheinbar keinen Blick für Radfahrer haben, mit denen sie sich die Straße wegen des gesperrten Radweges teilen müssen - die waren mir weniger sympathisch. Ich bin dennoch heil angekommen und erfreut darüber wieder einen kleinen Teil der Welt auf meine Weise kennengelernt zu haben - nagut einen kleinen Teil Deutschlands und einen noch sehr viel kleineren Teil Polens, aber immerhin!
Noch viel öfter als Menschen, bin ich der Tierwelt begegnet und auch das auf größtenteils erfreuliche, nur zeitweise nervige (tausende wirklich klitzekleinster Mücken auf Armen, Beinen, T-Shirt, im Gesicht, ...!!!), teilweise aber auch nachdenklich stimmende Art. Wenn ich Kuhherden auf weitläufigen, satt grün bewachsenen Weideflächen sehe, ist das für mich auf den ersten Blick ein idyllischer Anblick, der ganz kurzfristig ein Heile-Welt-Gefühl hervorruft, bevor mir bewusst wird, dass auch diese Kühe Nutztiere sind und ein Großteil ihrer Artgenossen niemals in den Genuss eines derartigen Daseins kommen. Noch viel erschreckender fand ich aber die so mancherorts am Wegesrand platzierte Werbung oder Beschilderung, Plakate mit glücklichen Kühen über der Aufschrift "Agrarprodukte GmbH - qualifizierter Zuchtbullenvertrieb", der Slogan "... vom Schlachter direkt auf ihrem Teller" unter dem Namen eines Restaurants, eine "Betreten Verboten - wertvoller Schweinebestand" Warntafel vor einem halb verfallenen, stinkenden, fensterlosen Betonklotz oder eine toll gestaltete Tafel mit diversen Tierzeichnungen und der Betitelung "Gänse, Hühnchen, Kaninchen, Enten: küchenfertig!" Ich möchte niemanden mit erhobenem Zeigefinger den Verzicht auf tierische Produkte nahelegen und bin mir unsicher damit meine Gedanken hier zu teilen, aber als wichtiger Teil meiner Wahrnehmungen während der Tour, möchte ich auch darüber schreiben.
Schön finde ich, wie viele Teile Mecklenburg-Vorpommerns als Naturschutzgebiete für Pflanzen und Tiere erhalten werden. So konnte ich z.B. Füchsen begegnen, an einem kleinen Fuchs bin ich sogar ganz dicht vorbeigefahren, er blieb einfach vor mir auf dem Radweg stehen und schaute mich an, bevor er im Gebüsch verschwand. In den Orten traf ich auf unzählige Katzen, kleine und große, dicke und dünne, gestreifte, gefleckte, einfarbige, ... Und nicht zuletzt ist die ganze Gegend ein wahres Vogelparadies, leider kenne ich mich nicht besonders gut aus, aber ich habe Störche erkannt, Fischreiher, Enten und Schwäne, Haubentaucher, Möwen, ... Das Radwandern an sich kann ich insgesamt jedenfalls uneingeschränkt empfehlen, als eine nachhaltige, gesunde und erlebnisreiche Art zu reisen. Ich habe dabei nun auch mehr denn je gemerkt, wie wenig es ist, was ich eigentlich brauche. Das fällt leicht, wenn man jedes Kilo Gepäck als zusätzliche Last aus eigener Kraft voran bewegen muss. Zurück in die Großstadt geht es aber mit dem Fernbus, auch diese Fortbewegungsvariante habe ich innerhalb der letzten Jahre schätzen gelernt. Und wenn ich dann wieder Lust und Antrieb verspüre mal "raus zu kommen" und es etwas herbstlicher geworden ist, möchte ich es mal mit einer mehrtägigen Wanderung versuchen, vielleicht ein Stück des Jakobsweges oder ähnliches. Ein Link geht mit diesem Beitrag erneut zu "einab" und ebenso zu "bikelovin" wo jeden Monat unterschiedliche Posts mit Gedanken zum Thema Radfahren gesammelt werden.
Und abschließend noch mein Konsum-Update: mal wieder Postkarten und Briefmarken, dazu noch ein neues Buch, welches ich leider wieder neu und übers Internet bestellen musste. Und weiterhin beschäftigt mich mein Wunsch nach einem neuen Smartphone, vor allem wenn ich hier die Fotos vom alten Handy in wirklich dürftiger Qualität mit den Flecken wegen er verstaubten Linse hochlade, aber dazu ein anderes Mal mehr.
Noch viel öfter als Menschen, bin ich der Tierwelt begegnet und auch das auf größtenteils erfreuliche, nur zeitweise nervige (tausende wirklich klitzekleinster Mücken auf Armen, Beinen, T-Shirt, im Gesicht, ...!!!), teilweise aber auch nachdenklich stimmende Art. Wenn ich Kuhherden auf weitläufigen, satt grün bewachsenen Weideflächen sehe, ist das für mich auf den ersten Blick ein idyllischer Anblick, der ganz kurzfristig ein Heile-Welt-Gefühl hervorruft, bevor mir bewusst wird, dass auch diese Kühe Nutztiere sind und ein Großteil ihrer Artgenossen niemals in den Genuss eines derartigen Daseins kommen. Noch viel erschreckender fand ich aber die so mancherorts am Wegesrand platzierte Werbung oder Beschilderung, Plakate mit glücklichen Kühen über der Aufschrift "Agrarprodukte GmbH - qualifizierter Zuchtbullenvertrieb", der Slogan "... vom Schlachter direkt auf ihrem Teller" unter dem Namen eines Restaurants, eine "Betreten Verboten - wertvoller Schweinebestand" Warntafel vor einem halb verfallenen, stinkenden, fensterlosen Betonklotz oder eine toll gestaltete Tafel mit diversen Tierzeichnungen und der Betitelung "Gänse, Hühnchen, Kaninchen, Enten: küchenfertig!" Ich möchte niemanden mit erhobenem Zeigefinger den Verzicht auf tierische Produkte nahelegen und bin mir unsicher damit meine Gedanken hier zu teilen, aber als wichtiger Teil meiner Wahrnehmungen während der Tour, möchte ich auch darüber schreiben.
Schön finde ich, wie viele Teile Mecklenburg-Vorpommerns als Naturschutzgebiete für Pflanzen und Tiere erhalten werden. So konnte ich z.B. Füchsen begegnen, an einem kleinen Fuchs bin ich sogar ganz dicht vorbeigefahren, er blieb einfach vor mir auf dem Radweg stehen und schaute mich an, bevor er im Gebüsch verschwand. In den Orten traf ich auf unzählige Katzen, kleine und große, dicke und dünne, gestreifte, gefleckte, einfarbige, ... Und nicht zuletzt ist die ganze Gegend ein wahres Vogelparadies, leider kenne ich mich nicht besonders gut aus, aber ich habe Störche erkannt, Fischreiher, Enten und Schwäne, Haubentaucher, Möwen, ... Das Radwandern an sich kann ich insgesamt jedenfalls uneingeschränkt empfehlen, als eine nachhaltige, gesunde und erlebnisreiche Art zu reisen. Ich habe dabei nun auch mehr denn je gemerkt, wie wenig es ist, was ich eigentlich brauche. Das fällt leicht, wenn man jedes Kilo Gepäck als zusätzliche Last aus eigener Kraft voran bewegen muss. Zurück in die Großstadt geht es aber mit dem Fernbus, auch diese Fortbewegungsvariante habe ich innerhalb der letzten Jahre schätzen gelernt. Und wenn ich dann wieder Lust und Antrieb verspüre mal "raus zu kommen" und es etwas herbstlicher geworden ist, möchte ich es mal mit einer mehrtägigen Wanderung versuchen, vielleicht ein Stück des Jakobsweges oder ähnliches. Ein Link geht mit diesem Beitrag erneut zu "einab" und ebenso zu "bikelovin" wo jeden Monat unterschiedliche Posts mit Gedanken zum Thema Radfahren gesammelt werden.
Und abschließend noch mein Konsum-Update: mal wieder Postkarten und Briefmarken, dazu noch ein neues Buch, welches ich leider wieder neu und übers Internet bestellen musste. Und weiterhin beschäftigt mich mein Wunsch nach einem neuen Smartphone, vor allem wenn ich hier die Fotos vom alten Handy in wirklich dürftiger Qualität mit den Flecken wegen er verstaubten Linse hochlade, aber dazu ein anderes Mal mehr.
Donnerstag, 30. Juli 2015
Hosen Upcycling, Trinkflasche, Insektensnack und Beerenpflücken
Ich habe ganz vergessen, dass ich mit dem letzten Beitrag über meine Konsumgedanken auch bei der Linkparade „Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben.“ mitmachen wollte. Aber das hole ich nun mit dem folgenden nach. Weil ich nicht wirklich gut mit kurzen Hosen ausgestattet war, aber noch zwei lange und etwas zu weite leichte Sommerhosen im Schrank hatte, habe ich vor kurzem kurzerhand noch einmal die Methode „Bund ab - Bündchen ran“ zunutze gemacht und die beiden langen zu kurzen Hosen umfunktioniert. Ich trenne dafür den Bund ab und die Schrittnaht auf und schneide ein Stück raus, so dass die Nähe des Eingriffs nicht mehr wesentlich stören. Dann nähe ich zuerst die Beine wieder zusammen und zuletzt das Bündchen an. Äußerst bequem und gefühlsmäßig einfach und nachhaltig :-)
Bei der neuen Trinkflasche bin ich da weniger überzeugt, aber zumindest ist sie BPA frei, laut Hersteller quasi unkaputtbar, also hoffentlich langlebig, wurde in den USA und aus recycelten Materialien hergestellt. 9.95€ hat sie gekostet und auch wenn Globetrotter für mich ein Laden, gefüllt mit gefühlt tausend Dingen, die absolut praktisch/brauchbar/zweckmäßig/… erscheinen ist, bin ich bei der Flasche geblieben und habe alles andere links und rechts liegen gelassen. Fiel mir besonders schwer bei dem Regal mit „Snack Insects“, 2.5g getrocknete Heuschrecke oder Mehlwürmer, ungewürzt, Zubereitungshinweis: siehe Rückseite, Preis: 6.95€. Da begab ich mich lieber auf den Weg zurück in meine derzeitige Unterkunft und damit ins Beerenparadies, hier haben wir Johannisbeeren, Stachelbeeren und Brombeeren direkt vor der Haustür, sie warten nur darauf gepflückt zu werden. Einen kleinen Garten haben und selber Obst und Gemüse anzubauen ist jedenfalls schonmal ein fester Plan für die (fernere) Zukunft!
Nachtrag: Mit den beiden kurzen Hosen schaffe ich es seit langen mal wieder bei "RUMS" mitzumachen. Darüber hinaus habe ich eine ganz wichtige und meinerseits sehr regelmäßige Konsumentscheidung vergessen zu erwähnen - ich kaufe, schreibe und verschicke oft und gerne Postkarten und kann kaum an Postkartenständern vorbeigehen ohne sie einmal durchzusehen. Außerdem steht bevor am Wochenende die nächste große Radtour startet der Gang in den Radladen an um einen neuen Ersatzschlauch zu besorgen. In der Großstadt muss man wirklich höllisch gut auf Scherben aufpassen…
Bei der neuen Trinkflasche bin ich da weniger überzeugt, aber zumindest ist sie BPA frei, laut Hersteller quasi unkaputtbar, also hoffentlich langlebig, wurde in den USA und aus recycelten Materialien hergestellt. 9.95€ hat sie gekostet und auch wenn Globetrotter für mich ein Laden, gefüllt mit gefühlt tausend Dingen, die absolut praktisch/brauchbar/zweckmäßig/… erscheinen ist, bin ich bei der Flasche geblieben und habe alles andere links und rechts liegen gelassen. Fiel mir besonders schwer bei dem Regal mit „Snack Insects“, 2.5g getrocknete Heuschrecke oder Mehlwürmer, ungewürzt, Zubereitungshinweis: siehe Rückseite, Preis: 6.95€. Da begab ich mich lieber auf den Weg zurück in meine derzeitige Unterkunft und damit ins Beerenparadies, hier haben wir Johannisbeeren, Stachelbeeren und Brombeeren direkt vor der Haustür, sie warten nur darauf gepflückt zu werden. Einen kleinen Garten haben und selber Obst und Gemüse anzubauen ist jedenfalls schonmal ein fester Plan für die (fernere) Zukunft!
Nachtrag: Mit den beiden kurzen Hosen schaffe ich es seit langen mal wieder bei "RUMS" mitzumachen. Darüber hinaus habe ich eine ganz wichtige und meinerseits sehr regelmäßige Konsumentscheidung vergessen zu erwähnen - ich kaufe, schreibe und verschicke oft und gerne Postkarten und kann kaum an Postkartenständern vorbeigehen ohne sie einmal durchzusehen. Außerdem steht bevor am Wochenende die nächste große Radtour startet der Gang in den Radladen an um einen neuen Ersatzschlauch zu besorgen. In der Großstadt muss man wirklich höllisch gut auf Scherben aufpassen…
Sonntag, 26. Juli 2015
Minimalismus, Konsum, Nachhaltigkeit
… oder auch: Hurra, ich folge einem Trend!? Kann sein, dass dem so ist, aber ich möchte oben genannte Schlagworte als „neue“ Themen hier auf meinem Blog aufgreifen. Neu in Anführungszeichen, denn letztlich sind ja doch bei einigen der kreativen Werkeleien über die ich bislang geschrieben habe Alltags- bzw. Gebrauchsgegenstände entstanden, deren Konsum sich durchs Selbermachen erübrigt hat. Für mich ist es nicht neu mich gedanklich und emotional mit meinem Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Bereits Anfang 2014 fasste ich den Entschluss im Selbstversuch ein Jahr lang auf den Kauf von Kleidung zu verzichten. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht selber genäht, das erste Kleidungsstück ist erst Anfang diesen Jahres entstanden und bislang ist es auch bei Pullovern und „neue Bündchen an alte Hosen“ geblieben. Aber ich hatte beim Blick auf mein Kleiderregal das Gefühl dort findet sich alles was man braucht und sogar mehr als das…
Die Erfahrung die ich während diesen Jahres gemacht habe, war sehr angenehm: mein „Schaufensterblick“ hat sich gewandelt, der Ablauf „Oh, das gefällt mir!“ über „Könnte ich das brauchen?“ bis hin zu „Eigentlich nicht, ABER es gefällt mir doch so gut …“ sowie dem nun folgenden Hin und Her und der Vereinbarung einer unnötigen Konsumentscheidung mit dem eigenen Gewissen oder dem Verzicht, der nach der bewussten Wahrnehmung des Objekts der Begierde doch manchmal schwer fällt, hat sich erübrigt. Ich habe zwar Ausnahmen gemacht, aber der Ablauf war ein anderer. Er begann zuhause vor dem Regal mit dem Gedanken „Ich brauche eine Fahrradhose, den hier liegt keine, die von Mama möchte ich nicht dauerhaft ausleihen und richtig passen tut sie mir auch nicht.“ Dem folgt der zielgerichtete Gang in den entsprechenden Laden und die Auswahl des Produktes, welches benötigt wird. Obwohl ich das Projekt für mich selber auf ein Jahr ausgerichtet hatte, hat sich mit Beginn diesen Jahres nichts an meinem Kaufverhalten im Bereich der Kleidung geändert.
Vielmehr habe ich dieses ganz intuitiv auch auf alle weiteren Aspekte ausgeweitet und versuche darüber hinaus manches benötigte gebraucht zu kaufen sowie Dinge die nicht oder nicht mehr benötigt werden weiter zu verkaufen oder verschenken. Mein Besitz belastet mich dennoch ab und zu und ich stehe noch immer oft vor den Regalen und frage mich, wann und warum sich da so viel angesammelt hat. Ich muss ein wenig vorsichtig sein, beim „Loswerden“ nicht allzu voreilig zu sein, denn es ist auch schon vorgekommen, dass ich etwas verkauft und das einige Zeit später bereut habe - glücklicherweise ein bislang seltenes Ereignis :-D
Nun habe ich mich vor ein paar Wochen gefragt, für welche materiellen Dinge ich, abgesehen von Lebensmitteln und Drogerieprodukten eigentlich Geld ausgebe und hatte die Idee einer Art Tagebuch darüber hier auf dem Blog als Methode noch bewusster zu reflektieren, welche Gedanken dahinter stehen. Eine Sache, die mir direkt eingefallen ist, sind Bücher. Ich mag es einfach „echte“ Bücher anstelle eines EBookReaders in der Hand zu halten und gelesene Bücher gebe ich tatsächlich auch ungern weiter. Ich markiere mir oft Textstellen, knicke Seiten ab, schreibe eigene Gedanken dazu und blättere immer wieder darin, so dass ich sie gerne in meinem Besitz weiß. Aber ich bin dazu übergegangen Bücher gebraucht zu kaufen. Der Zustand ist mir dabei ziemlich egal, nachdem ich sie gelesen habe, sehen sie ohnehin mehr als dürftig aus. So habe ich die letzten drei Bücher gebraucht gekauft, „Die neue Medizin der Emotionen“ und „Gott denken?“ waren 2 bzw. 3€ Spontanentdeckungen aus diesen typischen Antiquariatskisten vor Buchhandlungen, das Französische habe ich von einer Freundin empfohlen bekommen und online bestellt. Es kam aus Kanada und war mit 17€ inkl. Versand zwar nicht billig, hat sich aber gelohnt! :-) Nun habe ich letzte Woche ein weiteres Buch gekauft, dieses mal aber neu und im Buchladen, da ich die Möglichkeit des Auswählens aus einer beachtlichen Anzahl fremdsprachiger Bücher auch würdigen wollte, ich habe in so einigen die ersten Seiten gelesen, um zu sehen wie gut verständlich sie für mich sind.
Als nächste größere Anschaffung steht wohl ein neues Smartphone an. Dieses Thema bereitet mir derzeit ein wenig Kopfzerbrechen. Dazu aber evtl. in einem weiteren Post mehr, fürs erste reichen obige Berichte und Gedankengänge denke ich. Interessiert das überhaupt jemanden? Ich bin jedenfalls so frei und verlinke den Beitrag bei den Sonntagsfreuden: Ich freue mich nach nun schon wieder zwei Wochen wieder ein Lebenszeichen zu senden und ich freue mich und bin wirklich stolz auf mich, dass ich ein dickes französisches Buch in weniger als drei Wochen gelesen und (wenn ich mich da nicht täusche ;)) sogar verstanden zu haben!
Die Erfahrung die ich während diesen Jahres gemacht habe, war sehr angenehm: mein „Schaufensterblick“ hat sich gewandelt, der Ablauf „Oh, das gefällt mir!“ über „Könnte ich das brauchen?“ bis hin zu „Eigentlich nicht, ABER es gefällt mir doch so gut …“ sowie dem nun folgenden Hin und Her und der Vereinbarung einer unnötigen Konsumentscheidung mit dem eigenen Gewissen oder dem Verzicht, der nach der bewussten Wahrnehmung des Objekts der Begierde doch manchmal schwer fällt, hat sich erübrigt. Ich habe zwar Ausnahmen gemacht, aber der Ablauf war ein anderer. Er begann zuhause vor dem Regal mit dem Gedanken „Ich brauche eine Fahrradhose, den hier liegt keine, die von Mama möchte ich nicht dauerhaft ausleihen und richtig passen tut sie mir auch nicht.“ Dem folgt der zielgerichtete Gang in den entsprechenden Laden und die Auswahl des Produktes, welches benötigt wird. Obwohl ich das Projekt für mich selber auf ein Jahr ausgerichtet hatte, hat sich mit Beginn diesen Jahres nichts an meinem Kaufverhalten im Bereich der Kleidung geändert.
Vielmehr habe ich dieses ganz intuitiv auch auf alle weiteren Aspekte ausgeweitet und versuche darüber hinaus manches benötigte gebraucht zu kaufen sowie Dinge die nicht oder nicht mehr benötigt werden weiter zu verkaufen oder verschenken. Mein Besitz belastet mich dennoch ab und zu und ich stehe noch immer oft vor den Regalen und frage mich, wann und warum sich da so viel angesammelt hat. Ich muss ein wenig vorsichtig sein, beim „Loswerden“ nicht allzu voreilig zu sein, denn es ist auch schon vorgekommen, dass ich etwas verkauft und das einige Zeit später bereut habe - glücklicherweise ein bislang seltenes Ereignis :-D
Nun habe ich mich vor ein paar Wochen gefragt, für welche materiellen Dinge ich, abgesehen von Lebensmitteln und Drogerieprodukten eigentlich Geld ausgebe und hatte die Idee einer Art Tagebuch darüber hier auf dem Blog als Methode noch bewusster zu reflektieren, welche Gedanken dahinter stehen. Eine Sache, die mir direkt eingefallen ist, sind Bücher. Ich mag es einfach „echte“ Bücher anstelle eines EBookReaders in der Hand zu halten und gelesene Bücher gebe ich tatsächlich auch ungern weiter. Ich markiere mir oft Textstellen, knicke Seiten ab, schreibe eigene Gedanken dazu und blättere immer wieder darin, so dass ich sie gerne in meinem Besitz weiß. Aber ich bin dazu übergegangen Bücher gebraucht zu kaufen. Der Zustand ist mir dabei ziemlich egal, nachdem ich sie gelesen habe, sehen sie ohnehin mehr als dürftig aus. So habe ich die letzten drei Bücher gebraucht gekauft, „Die neue Medizin der Emotionen“ und „Gott denken?“ waren 2 bzw. 3€ Spontanentdeckungen aus diesen typischen Antiquariatskisten vor Buchhandlungen, das Französische habe ich von einer Freundin empfohlen bekommen und online bestellt. Es kam aus Kanada und war mit 17€ inkl. Versand zwar nicht billig, hat sich aber gelohnt! :-) Nun habe ich letzte Woche ein weiteres Buch gekauft, dieses mal aber neu und im Buchladen, da ich die Möglichkeit des Auswählens aus einer beachtlichen Anzahl fremdsprachiger Bücher auch würdigen wollte, ich habe in so einigen die ersten Seiten gelesen, um zu sehen wie gut verständlich sie für mich sind.
Als nächste größere Anschaffung steht wohl ein neues Smartphone an. Dieses Thema bereitet mir derzeit ein wenig Kopfzerbrechen. Dazu aber evtl. in einem weiteren Post mehr, fürs erste reichen obige Berichte und Gedankengänge denke ich. Interessiert das überhaupt jemanden? Ich bin jedenfalls so frei und verlinke den Beitrag bei den Sonntagsfreuden: Ich freue mich nach nun schon wieder zwei Wochen wieder ein Lebenszeichen zu senden und ich freue mich und bin wirklich stolz auf mich, dass ich ein dickes französisches Buch in weniger als drei Wochen gelesen und (wenn ich mich da nicht täusche ;)) sogar verstanden zu haben!
Sonntag, 12. Juli 2015
12 von 12 - Juli
Einmal habe ich mitgemacht beim „12 von 12“ - Tagebuchbloggen, einer Linksammlung unter der sich jeden 12. eines Monats Blogartikel finden, in denen Blogger ihren Tag in Form von 12 Fotos dokumentieren. Im November 2014 war es der dritte Beitrag, den ich hier veröffentlicht habe. Ich gebe offen zu, dass ich den Gedanken des Verlinkens, um ein wenig auf den Blog aufmerksam zu machen und potentielle Leser hier herzuleiten heute wie damals sehr reizvoll finde. Im Zuge meiner geplanten Wiederbelebung des Blogs (ich habe neue Ideen im Kopf :-)) erschien es mir daher ganz passend mein Handy zum Fotografieren im Laufe des Tages wieder mindestens 12 mal in die Hand zu nehmen und zu sehen, ob Brauchbares dabei herauskommt. Urteilt selbst:
1 - Essen läuft bei mir seit der Klinik fürs erste nach Plan, eine Komponente des heutigen Frühstücks war (so nenne ich es liebevoll) „Buchweizenglibber“.
2 - Den Vormittag habe ich zum Aufräumen genutzt und in einem überschwänglichen „Wenn schon, denn schon“-Moment sogar den Staubsauger in die Hand genommen. Ja, am Sonntag. Die Nachbarn sind wohlwollend (hoffe ich).
3 - Danach weiter werkeln beim Hosen-Upcycling, Teil 1: Bund ab- und Schrittnaht auftrennen.
4 - Es folgte ein kurzer Blick auf den Balkon, das Wetter wirkt beständig. Auf nach draußen!
5 - Ein weiterer Beitrag zur Fotoreihe „Rad am Flussufer“ als Start in einen aktiven Nachmittag.
6 - Mit Freunden, einer Slackline ...
7 - ... mehreren Frisbees sowie Speed- und Badmintonausrüstung ...
8 - ... und spannender Lektüre als Leihgabe. Mal sehen, ob ich etwas finde! ;-)
9 - So schnell wie nie nach Hause geradelt, um noch Satz zwei, drei und vier des Wimbledonfinales zu verfolgen. Wahnsinns Tennis!
10 - Weil wegen Wimbledon dann alles ein bisschen später wurde und so, habe ich immerhin schonmal eine To-Do Liste für morgen geschrieben.
11 - Vergessenes Brötchen-rechtzeitig-Auftauen kann man einfach auf etwas unkonventionelle Art beschleunigen.
12 - Zuletzt noch Telefonate geführt, ein geplantes, ein ungeplantes. Austausch und Planung resultiert in ein wenig Nervosität, aber im Großen und Ganzen in Vorfreude auf die nächsten Wochen. So lässt sich der Tag gut beenden.
Und weil das ingesamt ein schöner Sonntag mit einigen kleinen und größeren Momenten der Freude war, verlinke ich den Beitrag nicht nur bei „12 von 12“ sondern auch bei den „Sonntagsfreuden“.
1 - Essen läuft bei mir seit der Klinik fürs erste nach Plan, eine Komponente des heutigen Frühstücks war (so nenne ich es liebevoll) „Buchweizenglibber“.
2 - Den Vormittag habe ich zum Aufräumen genutzt und in einem überschwänglichen „Wenn schon, denn schon“-Moment sogar den Staubsauger in die Hand genommen. Ja, am Sonntag. Die Nachbarn sind wohlwollend (hoffe ich).
3 - Danach weiter werkeln beim Hosen-Upcycling, Teil 1: Bund ab- und Schrittnaht auftrennen.
4 - Es folgte ein kurzer Blick auf den Balkon, das Wetter wirkt beständig. Auf nach draußen!
5 - Ein weiterer Beitrag zur Fotoreihe „Rad am Flussufer“ als Start in einen aktiven Nachmittag.
6 - Mit Freunden, einer Slackline ...
7 - ... mehreren Frisbees sowie Speed- und Badmintonausrüstung ...
8 - ... und spannender Lektüre als Leihgabe. Mal sehen, ob ich etwas finde! ;-)
9 - So schnell wie nie nach Hause geradelt, um noch Satz zwei, drei und vier des Wimbledonfinales zu verfolgen. Wahnsinns Tennis!
10 - Weil wegen Wimbledon dann alles ein bisschen später wurde und so, habe ich immerhin schonmal eine To-Do Liste für morgen geschrieben.
11 - Vergessenes Brötchen-rechtzeitig-Auftauen kann man einfach auf etwas unkonventionelle Art beschleunigen.
12 - Zuletzt noch Telefonate geführt, ein geplantes, ein ungeplantes. Austausch und Planung resultiert in ein wenig Nervosität, aber im Großen und Ganzen in Vorfreude auf die nächsten Wochen. So lässt sich der Tag gut beenden.
Und weil das ingesamt ein schöner Sonntag mit einigen kleinen und größeren Momenten der Freude war, verlinke ich den Beitrag nicht nur bei „12 von 12“ sondern auch bei den „Sonntagsfreuden“.
Montag, 6. Juli 2015
Transferprojekt - Radwandern
Vorletzte Woche endete meine stationäre Therapie. Es war eine ganz schön lange Zeit in der Klinik und wie erwartet bin ich kaum dazu gekommen Blogartikel zu verfassen. Und nun? Habe ich 'eigentlich' wieder Zeit. Aber ich fühle mich noch ein wenig zu unsortiert, um Klarheit darüber zu haben, wie und was ich hier weiter schreiben möchte. Wie das mit den kreativen Machenschaften jetzt im Sommer weiter gehen wird, kann ich auch nicht absehen. Schon in der Klinik war ich bei passendem Wetter nachmittags meist lieber draußen unterwegs und in Bewegung als beim häkeln, malen oder ähnlichem. Heute möchte ich darüber schreiben.
Viel mehr ganz konkret über mein 'Was tue ich unmittelbar nach der Entlassung?' Projekt. Radfahren! Nachdem mein Rad den Herbst und Winter über aufgrund Unlust, meinem Dasein als hungernde Frostbeule und natürlich akuter Kraftlosigkeit sein Dasein im Keller gefristet hat, fühlte ich mich nach den ersten Wochen in der Klinik mehr als gewillt, mich wieder aufs Rad zu setzen und das hat mir fern jeglicher therapiemaßnahmen unheimlich gut getan. Es ist eine Tätigkeit, die ich währenddessen ich sie ausübe, genießen kann und nicht großartig hinterfrage oder Gefahr laufe, sie jeden Moment zu unterbrechen (wie sonst so vieles). Wie angenehm es sein könnte, dieses Gefühl nicht nur zwei bis drei Stunden, sondern gleich einen oder sogar mehrere ganze Tage zu bewahren, konnte ich mir zumindest ansatzweise vorstellen. Mich reizte schon seit längerem der Gedanke, mich auch mal auf eine mehrtägige Tour zu begeben. Und die Gelegenheit bot sich mir ziemlich direkt - Köln als Startpunkt und Saarbrücken als Ziel ergaben sich aufgrund von Terminen da und dort und die Strecke war mir damit auch recht bald klar - rheinaufwärts bis Koblenz, dann an der Mosel entlang weiter Richtung Trier und am dritten Tage der Saar folgend bis nach Saarbrücken.
Übernachtet habe ich in Köln in einer Jugendherberge mit unschlagbarem Preisleistungsverhältnis, Koblenz war so kurzfristig leider ziemlich ausgebucht, so dass ich auf ein günstiges kleines Hotel ausweichen musste, dafür aber den Komfort eines Einzelzimmers mit eigenem Bad und Dusche genießen konnte. In Trier übernachtete ich im Kolpinghaus, auch das kann ich im Großen und Ganzen durchaus weiterempfehlen. Für etwas ausgiebigere Besichtigungen der drei Städte fehlte leider die Zeit und auch unterwegs habe ich Städte und Orte meist eher vom Rad aus 'besichtigt'. Aber das war vollkommen in Ordnung. Ich habe unheimlich viel gesehen und wahrgenommen - Häuser und Gärten, Menschen und Tiere, Pflanzen und natürlich stets die wechselnde Beschaffenheit des Flussufers rechts oder links neben mir. Fotos habe ich kaum welche gemacht, ich hatte ohnehin nur mein altes Smartphone dabei und bin jedesmal, wenn ich doch extra anhalte um es heraus zu kramen und einen Augenblick festzuhalten enttäuscht, dass das Foto meine Wahrnehmung in den meisten Fällen nichtmal ansatzweise abbildet.
Und nun? Plane ich schon die nächste Tour. Und die Anschaffung von Zelt und Schlafsack für noch mehr Abenteuer :-)
Viel mehr ganz konkret über mein 'Was tue ich unmittelbar nach der Entlassung?' Projekt. Radfahren! Nachdem mein Rad den Herbst und Winter über aufgrund Unlust, meinem Dasein als hungernde Frostbeule und natürlich akuter Kraftlosigkeit sein Dasein im Keller gefristet hat, fühlte ich mich nach den ersten Wochen in der Klinik mehr als gewillt, mich wieder aufs Rad zu setzen und das hat mir fern jeglicher therapiemaßnahmen unheimlich gut getan. Es ist eine Tätigkeit, die ich währenddessen ich sie ausübe, genießen kann und nicht großartig hinterfrage oder Gefahr laufe, sie jeden Moment zu unterbrechen (wie sonst so vieles). Wie angenehm es sein könnte, dieses Gefühl nicht nur zwei bis drei Stunden, sondern gleich einen oder sogar mehrere ganze Tage zu bewahren, konnte ich mir zumindest ansatzweise vorstellen. Mich reizte schon seit längerem der Gedanke, mich auch mal auf eine mehrtägige Tour zu begeben. Und die Gelegenheit bot sich mir ziemlich direkt - Köln als Startpunkt und Saarbrücken als Ziel ergaben sich aufgrund von Terminen da und dort und die Strecke war mir damit auch recht bald klar - rheinaufwärts bis Koblenz, dann an der Mosel entlang weiter Richtung Trier und am dritten Tage der Saar folgend bis nach Saarbrücken.
Übernachtet habe ich in Köln in einer Jugendherberge mit unschlagbarem Preisleistungsverhältnis, Koblenz war so kurzfristig leider ziemlich ausgebucht, so dass ich auf ein günstiges kleines Hotel ausweichen musste, dafür aber den Komfort eines Einzelzimmers mit eigenem Bad und Dusche genießen konnte. In Trier übernachtete ich im Kolpinghaus, auch das kann ich im Großen und Ganzen durchaus weiterempfehlen. Für etwas ausgiebigere Besichtigungen der drei Städte fehlte leider die Zeit und auch unterwegs habe ich Städte und Orte meist eher vom Rad aus 'besichtigt'. Aber das war vollkommen in Ordnung. Ich habe unheimlich viel gesehen und wahrgenommen - Häuser und Gärten, Menschen und Tiere, Pflanzen und natürlich stets die wechselnde Beschaffenheit des Flussufers rechts oder links neben mir. Fotos habe ich kaum welche gemacht, ich hatte ohnehin nur mein altes Smartphone dabei und bin jedesmal, wenn ich doch extra anhalte um es heraus zu kramen und einen Augenblick festzuhalten enttäuscht, dass das Foto meine Wahrnehmung in den meisten Fällen nichtmal ansatzweise abbildet.
Und nun? Plane ich schon die nächste Tour. Und die Anschaffung von Zelt und Schlafsack für noch mehr Abenteuer :-)
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