Sonntag, 22. Februar 2015

Ich lass das jetzt so!

muss sich der Postbote gedachte haben, als er dieses Päckchen sicherlich auch zur Freude des Empfängers in (oder besser gesagt „an“?) seinem Briefkasten platziert hat.


„Ich lass das jetzt so“ ist ein Gedanke, dessen Treffen mir in vielerlei Hinsicht glücklicherweise nicht besonders schwer fällt. Wenn ich z.B. morgens vorm Spiegel versuche meine Frisur in eine einigermaßen ansehnliche Form zu bringen. Oder wenn ich mein Zimmer staubsauge und ein ums andere mal feststelle, dass es da Ecken gibt, die das untere Ende des Staubsaugers aufgrund eingeschränkter Erreichbarkeit doch recht selten zu Gesicht bekommen. Und auch beim Malen, Nähen, Stricken oder Häkeln gibt es so manches mal solche Momente, auch wenn mich diese manchmal dann doch in einem unbefriedigtem Gemütszustand zurücklassen.

Zur Zeit sind die Tage geprägt von vielen „Ich lass das jetzt so“ Momenten bezüglich des Zustands der Abschlussarbeit. Ich versuche ganz intensiv zum Ende zu kommen, nicht hier und da das Gefühl zu haben, man „könnte“ ja noch dies oder „sollte“ noch jenes ergänzen/ überarbeiten/ korrigieren/ umformulieren/… Der Wunsch fertig zu werden geht seit dieser Woche mit Klarheit über den Beginn der stationären Therapie einher. Ich freue mich sehr, dass endlich alle bürokratischen Hürden genommen sind und es wirklich ganz bald losgehen wird. Was mich konkret erwartet weiß ich nicht und ich vermeide es auch mir darüber Gedanken/Sorgen zu machen, aber was ich in jedem Fall hoffe ist, die Klinik in einem Zustand wieder verlassen zu können, über den ich mit vollkommener Überzeugung sagen kann: „Ich lass das jetzt so.“

Kommentare:

  1. Alles, alles Gute für die Therapie! Lg, nina

    AntwortenLöschen
  2. "Ich lass das jetzt so" ist auch ein Gedanke, der mir häufig durch den Kopf geht.
    Ich wünsche Dir auch alles Gute für die Therapie und viel Erfolg!
    glg, Carmen

    AntwortenLöschen