Dienstag, 25. November 2014

Kalte Hände

Grau und trist ist es draußen, gestern wie heute. Es wird kälter und ungemütlicher, die Tage werden kürzer, dunkler und gefühlt sind es nur noch eine Hand voll bis Weihnachten. Die meisten Menschen finden Wege, der Bedrohlichkeit des unmittelbar bevorstehenden Winters etwas Positives abzugewinnen. Machen es sich zuhause gemütlich, zünden sich Kerzen an, beginnen mit Weihnachtsvorbereitungen. Die meisten Menschen freuen sich auf Weihnachten - mich macht die Aussicht auf die Adventszeit dieses Jahr unheimlich traurig. Ich sehne mich in meine Kindheit oder auch nur drei, vier, vielleicht fünf Jahre zurück. In eine Zeit, in der ich viel unbeschwerter gelebt habe, in der ich mich auch auf Weihnachten gefreut, Adventskalender gebastelt, Plätzchen gebacken und Geschenke besorgt habe. Dieses Jahr habe ich Angst davor. Angst, Momente mit Grund zur Freude diesbezüglich ungenutzt an mir vorbeistreichen zu lassen, wie ich es nun schon eine ganze Weile tue, weil ich mir selbst so sehr im Weg stehe, das Leben wieder wirklich zu genießen.

Wenn es einem warm ums Herz wird, ist die Kälte draußen sicherlich erträglich. Heute fühlt es sich nicht so an, als wäre ich dazu in naher Zukunft in der Lage. Vielleicht legt sich dieses Gefühl wieder. Vielleicht lässt sich die Sonne demnächst wieder blicken und vielleicht kommt mit dem ersten Advent, einem Weihnachtsmarktbesuch, der brennenden Kerzen des Adventskranzes auch bei mir wohlwollende Weihnachtsstimmung auf.



Weil Frieren auch dann ein leidiges Thema bleiben wird und die Hände selbst zuhause, vor allem bei der Arbeit am Computer, schnell auskühlen (warum die rechte eigentlich immer so viel mehr als die linke??), habe ich mir als Alternative zu gestrickten Pulswärmern und mit Hilfe des Daumenloch-Tutorials von schneidernmeistern ein weiteres Paar genäht. Verwendet habe ich einen alten Pullover meines Bruders, den ich zuvor weniger erfolgreich versucht hatte enger zu nähen, weil mir der grau/grün gestreifte Stoff so gut gefällt. So kommt er zumindest in reduzierter Form wieder in Verwendung, die Hände bleiben einsatzbereit und dennoch einigermaßen warm! Eine große Tasse heißen Tee dazu und auch dieser triste, graue Novembertag wird fröhlicheren Tagen weichen...


Verlinkt bei: creadienstag, 2te Liebe und dem Upcycling Dienstag

Kommentare:

  1. Olala! Super schick - ich liebe den Stoff!

    Greetings & Love
    Ines

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Sarah,
    trotz des traurigen Textes hoffe ich, dass die Pulswärmer dich erfreuen und wenn der Dezember und die Kälte und die Kerzen wieder da sind, auch eine erwartungsvoll frohe Weihnachtszeit auf dich zu kommt!
    Lieben Dank fürs verlinken und viele Grüße
    Monika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für den lieben Kommentar!! Stehe noch immer am Anfang meiner Nähkarriere, da hat mich das meistern der Daumenlöcher doch ein wenig stolz gemacht und ich konnte mich freuen :-) LG, Sarah

      Löschen
  3. Also ich hab noch nie Daumenlöcher genäht, möchte das aber unbedingt mal versuchen. Deine Idee mit den Pulswärmern ist genial. Gefällt mir sehr und für alle Nichtstricker (so wie mich) eine tolle Alternative in Sachen Kaltehändebekämpfung :-)
    Danke für Deinen lieben Kommentar bei mir. Ich hoffe und wünsche Dir sehr, dass die kommende Zeit dein Herz und Deine Hände wärmt!
    Alles Liebe, Carmen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank, freut mich sehr, dass ich inspirieren konnte!
      Falls diese nicht ausreichen, schwebt mir für das nächste Modell vor, innen Fleece zu verwenden - macht sich sicher auch gut :-)

      Löschen